Brennpunkt Moldavien

Bezirk ("Rajon") Cantemir die Dörfer:

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Armenhaus Europa

Moldau gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Rund 3,5 Millionen Menschen leben in dem südosteuropäischen Binnenstaat, mehr als die Hälfte davon in ländlichen Regionen. Die Lebensbedingungen zwischen der Stadt- und der Landbevölkerung unterscheiden sich stark. Während in der Hauptstadt Chisinau alle Einrichtungen einer europäischen Großstadt vorhanden sind, fehlt es in einigen Dörfern weiterhin an einer Wasser- und Energieversorgung.

Fast eine Million Moldauer haben das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen verlassen. Die Rücküberweisungen der im Ausland arbeitenden Moldauer machen rund ein Fünftel des Bruttosozialprodukts aus. 

Die politische Situation in der Republik Moldau ist nach wie vor angespannt. Die Abspaltung der Region Transnistrien im Osten des Landes trägt zur Instabilität bei. Hinzu kommt ein hohes Ausmaß an Korruption im öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor.

Im Juli 2017 trat das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Republik Moldau in Kraft. Damit einhergehend wurde ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Mittlerweile ist die EU der größte Handelspartner des Landes. Die moldauische Regierung hat auch ein Reformprogramm verabschiedet, welches Moldaus nationale Gesetzgebung an EU-Normen annähern soll. Einige Reformen wurden bereits auf den Weg gebracht. 

Die Republik Moldau, 33.800 Quadratkilometer groß, zwischen Rumänien und der Ukraine gelegen, wird nicht nur das Armenhaus Europas genannt, es ist tatsächlich ein Armenhaus.

 

Wegen der hohen Migrationsrate, gibt es nur noch etwa 3,5 Millionen Einwohner, die laut Statistischem Bundesamt und Auswärtigem Amt im Jahr 2012 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 5,44 Milliarden Euro erwirtschafteten. Demnach betrug das BIP pro Kopf 2012 in Moldawien rund 2.528 Euro, im selben Zeitraum in Deutschland etwa 32.550 Euro, also fast das 13-fache.

 

Gemäß Berechnung der Vereinten Nationen liegt das Land aktuell auf Platz 114 des HDI - Human Development Index - http://www.laenderdaten.de/indizes/hdi.aspx -, der wahrscheinlich aussagekräftigere Informationen über die Lebensverhältnisse eines Landes gibt als das BIP. Im HDI werden insgesamt 187 Länder geführt, Deutschland aktuell auf Platz 6, und das Nachbarland Rumänien liegt trotz aller Probleme dort auf Platz 54.


Heute ist die Republik Moldau unabhängig. Wirtschaftlich geht es jetzt den meisten Menschen aber schlechter. Gerade im armen Süden des Landes ist die Situation katastrophal. Wovon die Menschen dort leben, ist für uns schwer zu verstehen. Fast jede Familie besitzt etwas Land, das oft noch in Handarbeit beackert wird und die Existenzgrundlage darstellt - Subsistenzwirtschaft wie aus dem Lehrbuch. Bezahlte Arbeit aber ist selten.

Von den derzeit etwa 3,5 Mio Einwohnern der Republik Moldau leben unterschiedlichen Angaben zufolge bis zu 80 % unter der Armutsgrenze.

In den vergangenen Jahren hat mehr als eine dreiviertel Million Bürger das Land verlassen, um ihr Glück oder eine Arbeit andernorts zu suchen. Trotz dieser enormen Abwanderung meist junger Menschen – oft Väter und Mütter - ist eine Arbeitsstelle für die Zurückgebliebenen kaum zu bekommen.

 

"Die Ernte ist Schwach, so kann ich unsere Familien nicht mehr ernähren. Im Monat haben wir 75 € zur Verfügung."

Georghio, Gemüsebauer in Chioselian

 

Arbeitslosengeld, soziale Hilfen oder ähnliche Leistungen des Staates reichen nicht zum Leben. Eine funktionierende medizinische Versorgung fehlt. Heizmittel wie Gas oder Öl, die im Winter mit dauerhaften Temperaturen bei 15 Grad unter Null eigentlich unverzichtbar sind, sind Mangelware. Der Durchschnittsbürger könnte sie auch kaum bezahlen.

Häuser, Straßen, öffentliche Einrichtungen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung bedürfen, sofern überhaupt vorhanden, vielerorts dringender Reparaturen.

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